Produktkonfigurator mit Künstlicher Intelligenz

Kataloge mit Tausenden von Varianten, Zubehörteilen und Kompatibilitätsregeln machen die Konfiguration komplexer Produkte sowohl für Kunden als auch für den Vertrieb zu einem anspruchsvollen Prozess. Ein durch Künstliche Intelligenz unterstützter Produktkonfigurator versteht Anforderungen in natürlicher Sprache, führt die Anwender zu gültigen Kombinationen und prüft technische sowie produktionsbezogene Vorgaben in Echtzeit. Die Verbindung von KI und deterministischen Regeln ermöglicht außerdem die automatische Erstellung von Angeboten und Dokumentation und vereinfacht den Ablauf von der Anfrage bis zur endgültigen Konfiguration.

Wenn ein Katalog zahlreiche Varianten umfasst, besteht die Produktauswahl nicht nur darin, einen Artikel auszuwählen. Die Kompatibilität der Komponenten, technische Eigenschaften, Produktionsvorgaben und mögliche Alternativen müssen geprüft werden.

Die Komplexität betrifft sowohl den Kunden, dem die Orientierung zwischen den verfügbaren Optionen schwerfallen kann, als auch den Verkäufer, der die geäußerten Anforderungen in eine technisch korrekte und herstellbare Konfiguration überführen muss.

Eine fehlerhafte Konfiguration kann zudem erst in späteren Phasen auffallen und eine Überarbeitung des Angebots oder der Kalkulation erforderlich machen.

Künstliche Intelligenz kann den Umgang mit dieser Komplexität vereinfachen, während eine regelbasierte Engine die Gültigkeit der Konfiguration sicherstellt.

Methodischer Ansatz

Schritt 1 — Anforderungen in natürlicher Sprache verstehen

Die Anwender können in natürlicher Sprache beschreiben, wonach sie suchen, ohne die technische Struktur des Katalogs kennen zu müssen.

Die KI interpretiert die Anfrage, erkennt die relevanten Anforderungen und unterstützt die Auswahl der am besten passenden Eigenschaften und Optionen.

Aus dem komplexen Katalog wird so eine einfachere, geführte Interaktion.

Schritt 2 — Kompatibilität und Vorgaben prüfen

Die ermittelten Vorschläge werden anhand der im Konfigurator festgelegten technischen und produktionsbezogenen Regeln überprüft.

KI und Konfigurationsengine übernehmen somit ergänzende Aufgaben: Die KI versteht die Anfrage, führt den Dialog mit den Anwendern und schlägt mögliche Lösungen vor. Der Konfigurator führt deterministische, wiederholbare Prüfungen durch, um sicherzustellen, dass die Kombination tatsächlich gültig und herstellbar ist.

Schritt 3 — Angebot und Dokumentation

Nach Abschluss und Validierung der Konfiguration können die gesammelten Informationen zur automatischen Erstellung des Angebots und der zugehörigen Dokumentation genutzt werden.

Der Vertriebsprozess kann dadurch fortgesetzt werden, ohne die während der Konfiguration gewonnenen Informationen manuell zu übertragen und erneut zusammenzustellen.

Die Verarbeitung kann entsprechend den Infrastrukturanforderungen des Unternehmens auch auf kundeneigenen Servern umgesetzt werden.

Ergebnisse

Weniger fehlerhafte Konfigurationen

Die Prüfung technischer und produktionsbezogener Vorgaben erkennt ungültige Kombinationen, bevor sie nachgelagerte Vertriebs- oder Produktionsphasen erreichen.

Schnellere Vertriebszyklen

Die geführte Konfiguration und die automatische Angebotserstellung reduzieren die manuellen Schritte, die erforderlich sind, um aus einer Anforderung ein Angebot zu machen.

Einfachere Nutzung für Kunden und Vertrieb

Die Interaktion in natürlicher Sprache macht einen komplexen Katalog zugänglicher, ohne dass die Anwender sämtliche verfügbaren technischen Eigenschaften im Voraus kennen müssen.

Neue Upselling-Möglichkeiten

Die KI kann Optionen, Zubehör und Alternativen vorschlagen, die zu den geäußerten Anforderungen passen, und so die Erkennung zusätzlicher Vertriebschancen unterstützen.

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